Qualitätsoffensive eindrucksvoll bestätigt

Auf ein "dynamisches Jahr 2017" blickt Johannes Faust, Geschäftsführer des Brauhaus Faust zu Miltenberg, zurück. Zu Jahresbeginn veröffentlichte die Brauerei jetzt ihren Ergebnisbericht. Im zurückliegenden Kalenderjahr standen demnach hohe Investitionen in Biergenuss, Biervielfalt und Bierqualität im Fokus des Unternehmens - belohnt durch wieder zahlreiche internationale und nationale Auszeichnungen für die 18 Faust-Biersorten.



Stolze 27 Topbewertungen hat das Brauhaus Faust zu Miltenberg im zurückliegenden Geschäftsjahr eingeheimst, so viele wie noch nie zuvor in der 364 jährigen Unternehmensgeschichte. Während der Bierkonsum 2017 bundesweit voraussichtlich um rund 1,7 Prozent und bayernweit um rund 0,4 Prozent rückläufig war, verzeichnete die Brauerei in der Churfrankenmetropole ein Plus von mehr als einem Prozent. "Damit haben wir uns um 2,8 bzw. 1,5 Prozent besser als der Markt entwickelt", freut sich Johannes Faust. Das Wachstum wäre sogar noch deutlich größer ausgefallen, hätte es nicht im Hochsommer Kapazitätsengpässe gegeben.“



Investitionen in Betriebsentwicklungen und Bierqualität
Die Brauerei hat seit 2015 Investitionen von bisher insgesamt 7,5 Millionen Euro in ihr laufendes Gesamtkonzept "Faust 2020" investiert. Neben umfassenden baulichen "Aufräumarbeiten" und energetischen "Anpassungen an unsere Zukunft", so Johannes Faust, sei es dabei vorrangig um "Verbesserungen technischer Abläufe" und "Modernisierung der innerbetrieblichen Prozesse" gegangen, einschließlich "Prozessüberwachung, -Dokumentation und vor allem Qualitätssicherung". Der Geschäftsführer blickt auf für alle Beteiligten anstrengende Monate zurück: "Diese Umbauarbeiten in unseren historischen Gemäuern waren eine Herkulesaufgabe für die Handwerker. Und oftmals eine Nervenprobe für unser Brauerteam, das während der Eingriffe durch Bauarbeiten in die betrieblichen Abläufe dennoch die Bierproduktion aufrechterhalten musste.“



Im Zuge dieser Bauarbeiten war es 2016 zu Beanstandungen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen gekommen, räumt Faust ein, einer unabhängigen staatlichen Unternehmenskontrolle. In enger Zusammenarbeit mit den Kontrollorganen des Miltenberger Landratsamts aber, bescheinigt die Kommunalbehörde "keinerlei Beanstandungen der Bierqualität". "Die Beanstandungen der LGL haben wir seinerzeit intensiv analysiert. Die entsprechenden Punkte wurden umgehend ausgeräumt", bestätigt Johannes Faust.



Besonderheiten einer alten Braustätte
Dem Wachstum des Unternehmens während der letzten zehn Jahre betrieblich gerecht zu werden, "war und ist eine große Aufgabe", betont das Brauhaus Faust ausdrücklich. Es produziert seine Biere weitgehend in historischem Baubestand. Johannes Faust: "Wer die Baulichkeiten unserer Braustätte im Miltenberger Schwarzviertel kennt, weiß: Es ist dort verwinkelt, es ist eng, es ist ein gewachsener Baubestand, der bis auf das Jahr 1654 zurückgeht. Einerseits macht das den besonderen Charme unserer Traditionsbrauerei aus und verleiht ihr Authentizität. Andererseits stellt das besondere Herausforderungen an die Brautechnik und unsere betrieblichen Prozesse. Für die Integration neuer Maschinen und Geräte in moderne Brauverfahren lässt sich nicht mal so eben eine Wand verschieben, eine Decke erhöhen oder eine Gebäudefläche erweitern." Gleichwohl gelte es, mit den wachsenden Ansprüchen an Qualitätssicherheit und Prozesskonformität Schritt zu halten.



Trendbiere erhöhen den Biergenuss
Wachstumstreiber des Miltenberger Brauhauses waren zuletzt die trendigen Biersorten Natur-Radler, alkoholfreies Hefeweizen und Bayrisch Hell. Vor allem aber waren es die zahlreichen Faust Craftbier-Sorten (+ 120 Prozent Ausstoß in 2017). Das sei durch die Einführung der 0,33 Liter-Flasche bei diesen Biersorten zurückzuführen, so Vertriebsleiter Winfried Müller. Das Brauhaus produziert zurzeit 18 verschiedene Biersorten. "Wachstum ist bei uns momentan nur noch in den Randmonaten des jährlichen Bierkonsums möglich", prognostiziert der technische Leiter und Geschäftsführer, Diplom-Brauingenieur Cornelius Faust. "In den Kernmonaten der Produktion von April bis September, haben wir die Kapazitätsgrenzen unserer Regionalbrauerei nahezu erreicht und denken konkret über Kapazitätsausweitungen nach. Die sollen uns dann über Jahre hinaus Beständigkeit und weiteres Wachstum ermöglichen.



Biererlebnisse fördern die Beliebtheit der Brauerei
"Für den Erfolg unseres Brauhauses", so Johannes Faust am Ende seines Ergebnisberichts, "sind nicht allein harte Fakten, sondern vor allem auch so genannte weiche Faktoren wesentlich mit ausschlaggebend." Erst 2016 war das Brauhaus Faust zu Miltenberg für das beste bayerische Brauerei-Erlebniskonzept mit der höchsten Auszeichnung versehen worden, die der Bayerische Brauerbund und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband gemeinsam vergeben, mit der "Goldenen Bieridee". Inzwischen haben sich die zahlreichen Bausteine des umfangreichen Faust Erlebniskonzepts fest in den Veranstaltungskalendern der Region verankert. 16.000 Besucher nahmen in 2017 an Brauereierlebnisführungen teil. "Die Möglichkeit für Einzelpersonen und Gruppen in unserer Kreativ-Brauerei selber Bier zu brauen, ist in Churfranken überaus beliebt", bestätigt der Projektleiter Faust Brauerei-Erlebnis, Diplom-Biersommelier Thorsten Keil.



In Kontext des Themas Biererleben verwies Johannes Faust auf die überaus erfolgreiche Regentschaft der Bayerischen Bierkönigin 2016/17, Sabine Anna Ullrich aus Bürgstadt, die im Mai endete. Ihre Bewerbung um das Amt war seinerzeit ganz wesentlich vom Brauhaus Faust unterstützt worden. Johannes Faust: "Sabine Ullrich war ein Glücksfall. Sie hat mit ihrer herzlichen Art wie keine andere in ihrem Amt, der bayerischen Bierkultur und dem Ansehen des bayerischen Lebensstils in der Welt ihre Prägung mitgegeben." Ullrich gibt inzwischen einen eigenen Bier-Blog unter www.bierdorado.com heraus. Die vom Brauhaus Faust im Frühjahr 2017 ebenfalls geförderte Nachfolgekandidatin Ullrichs, die Aschaffenburgerin Latifah Wilson, hatte es bei der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin bis ins Finale geschafft.



"Einzigartige Persönlichkeit" verlässt die Brauerei
Zusammen mit seinem Ergebnisbericht 2017, kündigt Johannes Faust für den Spätherbst des soeben begonnenen Jahres das Ausscheiden seines langjährigen Vertriebschefs an: "Winfried Müller wird im November die Altersgrenze erreicht haben." Müller hatte die Vertriebsabteilung des Brauhauses seit 1978 geleitet. Johannes Faust: "Er hat die Wahrnehmung und Wertschätzung unseres Brauhauses im Vertriebsgebiet durch seine einzigartige Persönlichkeit ganz wesentlich mitgeprägt." Als sachkundiger Berater werde Müller dem Brauhaus erhalten bleiben. In die Nachfolge Winfried Müllers arbeitet sich bereits der 44-jährige Thorsten Märker ein. Der ausgebildete Koch und Diplom-Betriebswirt verfügt bereits über eine zwölfjährige Verkaufserfahrung in der Brauereibranche.



Das Brauhaus Faust zu Miltenberg braut unangefochten Spitzenbiere
Zwei Medaillen gab es dafür zuletzt beim European Beer Star 2017. Desgleichen zweimal Sterne-Auszeichnungen beim Superior Taste Award des International Taste & Quality Institute in Brüssel (iTQi), acht Medaillen beim Meininger International Craft Beer Award 2017.In 2017 kamen 15 Medaillen für die Bierspezialitäten des Brauhauses hinzu, vergeben von der Genießer-Zeitschrift ´selection´. Kurzum: Insgesamt 27 aktuelle internationale und nationale Auszeichnungen für seine 18 Biersorten heimste das Brauhaus Faust zu Miltenberg in 2017 ein.

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